Liebes Tagebuch,
so ein Mist: kurz vor meinem wohlverdienten Sommerurlaub hab ich jetzt doch meinen job als FPÖ-Klubobmann an den Nagel hängen müssen. Offizielle Begründung ist ja, dass ich der Jugend Platz machen will – als ob es nicht offensichtlich wäre, dass ich noch längst nicht zum alten Eisen gehöre! Aber das Volk ist ja manchmal so dämlich, dass es alles glaubt, was man sagt … Im Nachhinein betrachtet hätte ich mich im Grazer Wahlkampf vielleicht doch ein bisserl zurückhalten sollen, aber jetzt ist es zu spät. Allerdings: Ich werd schon eine Möglichkeit finden, den Armin demnächst wieder abzusägen … das dürfte doch bei einer Person wie ihm nicht allzu schwer sein, da er noch ein wenig mehr im rechten Eck steht als ich … Kommt Zeit, kommt Rat!
Bis demnächst,
Deine Susi
Am 16. Juni war es so weit: 30 Jahre nach Cordoba haben die österreichischen Fußballfans die Chance gewittert, Deutschland wieder mal so richtig zu zeigen, wo’s langgeht. Aus diesem Traum ist zwar leider nichts geworden, wir hatten aber trotzdem unseren Spaß beim Public Viewing am Grazer Karmeliterplatz. Von 16 bis 18 Uhr wurden fleißig Give-Aways und Flyer an die wartenden, nervösen Fans verteilt und alkoholfreie Cocktails bei der mobilen Bar der JG Steiermark ausgeschenkt.
Danach kam der „gemütliche“ Teil des Abends: Auf Einladung der SPÖ Steiermark und der „Jungen Basis“ durften die JGler das spannende Spiel im VIP-Zelt mitverfolgen ….
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Am Sonntag, den 1. Juni geht die Steirische Wuzzlermeisterschaft in Lieboch bei der Veranstaltungshalle in die nächste Runde! Meldet euch rasch unter wuzzlermeisterschaft@spoe.at oder vor Ort, bis spätestens 1/2 Stunde vor Spielbeginn an! Neben dem Riesenwuzzler und der alkoholfreien Cocktailbar warten spannende Preise auf die GewinnerInnen! Für das kulinarische Wohlergehen ist natürlich ebenfalls gesorgt!
los geht’s um 11.30 uhr
Unsere Presseaussendung zum Thema “GVB Semesterticketsenkung” vom 08.05.2008:
Eigentlich ist zu diesem Thema nur eines zu sagen: Völliger Schwachsinn!!!
Für all jene, denen dieses Statement zu wenig ist, erläutere ich meine Gedanken zum seit kurzem wirksamen Handyver- bzw. „Nicht-Telefonier-Gebot“ aber natürlich gerne noch etwas ausführlicher:
Stell Dir vor, Du bist EinwohnerIn in einer ganz, ganz hinterwäldlerischen kleinen Siedlung. Nur, Siedlung klingt schon wieder zu weltmännisch und weltfrauisch. Sagen wir Wagenburg, so wie im Western.
Und dann käme der Wagenburgenoberfuzzi, vulgo Wagenburgermeister, her und würde Dir etwas über seinen Penis, das Kampforgan erzählen. Da würdest schauen. Nein, nicht auf das Kampforgan, sondern daß er sowas sagt. Verdutzt wärst Du da.
Quasi von Kampforgan kampfunfähig gemacht, vor lauter Verdutztheit. Aber ist ja nur Wagenburg und wilder Westen, da muß man/frau ja mit allem rechnen. Was wohl die Frau vom Wagenburgermeister sagen tät? Der is wo angrennt, tät sie sicher sagen.
Aber zuerst mit Kopf, Kampforgan davon unbetroffen. Würd sie meinen. Und alle täten sich wundern über die seltsamen Ansichten des Wagenburgermeisters. Der würd sich schämen und entschuldigen. Quasi Rückzug des Kampforgans.
In einer 260.000 EinwohnerInnenstadt legt der Burgermeister die Fakten auf den Tisch und sich mächtig ins Zeug für so ein Kampforgan-Buch, in dem er gleich das Vorwort gibt.
Und natürlich gibt es auch für diese Situation die passende musikalische Untermalung:
Kommenden Freitag - 09.05.2008 - in der SPÖ-Zentrale in Graz-Eggenberg:
Wir stellen die Weichen für die nächsten Monate der Zusammenarbeit. Sei dabei und bring Dich ein!
Liebes Tagebuch,
jetzt muss ich seit einigen Tagen also doch wieder arbeiten gehen. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn es noch ewig so weitergegangen wäre …
War aber auf der anderen Seite eh ganz gut, dass ich wieder “offiziell” im Amt bin, sonst machen meine Mandatare ja was sie wollen. Aber dem bin ich zumindest bei den Bezirksvorsteher-Wahlen Gott sei Dank zuvorgekommen. Diese Dilettanten hätten doch glatt den Sozi Ewald Muhr unterstützt. Und wenn ich nicht dafür gesorgt hätte, dass unsere Stimmzettel im Vorfeld gekennzeichnet werden, damit ich nach dem Wahlgang überprüfen konnte, ob sich “meine” Leute an die Vorgabe, der ÖVP-Kandidatin ihre Stimme zu geben, gehalten haben, hätten sie es wahrscheinlich tatsächlich fertiggebracht, sich meinem Willen zu widersetzen. Aber nicht mit mir: Susi is back!
Bis Bald,
Deine Susanne
Liebes Tagebuch,
der 09.April 2008 - jetzt hab ich ja schon länger nicht mehr geschrieben, aber du hast das letzte Mal eh mitbekommen, dass ich nicht so gut drauf war. Das war auch wirklich ein sehr anstrengender Tag: Zuerst stundenlang Klub-Sitzung und dann hat mich auch noch die JG genervt – die wollen nichts als Geld von mir! Glauben die etwa, nur weil ich mal Finanzstadtrat war, kann ich für sie so einfach ein paar tausend Euro locker machen? Naja, die werden auch noch lernen, dass es so nicht funktioniert!
Das Wochenende war wenigstens einigermaßen entspannend, aber kaum dass Montag war, hab’ ich mich schon wieder ärgern müssen: Der Sigi und die Lisa glauben wirklich, sie könnten in der Stadt alleine bestimmen! Mit dem neuen Namen der Stadtwerke kann ich ja noch leben, aber dass der Aufsichtsrat nur noch aus Schwarzen und Grünen bestehen soll, ist wirklich eine Sauerei. Und was war die Antwort von Lisa, als ich sie darauf angesprochen habe, dass wir viel zu spät von den Reformplänen erfahren haben? – „So ein Pech“ hat sie mir Mitten ins Gesicht gesagt!!! So eine Zimtzicke …
So, ich muss jetzt wieder weiterarbeiten.
Bis Bald,
Dein Wolfgang